Die verstrickte Dienstagsfrage

Die verstrickte Dienstagsfrage 9 – 2019

Es wird so langsam Zeit, den Sommerurlaub zu planen. Schlag doch mal ein Ausflugsziel vor, das etwas mit Stricken, Wolle oder kreativ sein zu tun hat! Was kann der Strickinteressierte in Deiner Umgebung entdecken? Oder hast Du einen Tipp für Fernreisende? Oder sonst einen Vorschlag?

Neben den Adressen von Geschäften finde ich persönlich auch immer Tipps gut, die sich mit den Hintergründen und der Geschichte der einzelnen Handarbeiten beschäftigen. In Bremen direkt gibt es die Bremer Baumwollbörse, die man in Gruppen nach Voranmeldung auch für eine Führung besichtigen kann. Das historische Gebäude liegt zentral in der Innenstadt und eine Führung dort gibt interessante Einblicke in die Geschichte der Baumwolle und über die Klassifizierung der verschiedenen Baumwollsorten. Früher wurde der größte Teil der Baumwolle, die für europäische Länder gedacht war, in Bremen angelandet. Heute wird überwiegend nur noch mit der Baumwolle in Bremen gehandelt, ohne dass sie hier auch ankommt.

Etwas außerhalb von Bremen, in Delmenhorst, gibt es das „Nordwestdeutsche Museum für IndustrieKultur„, kurz Nordwolle. Das ist ein erhalten gebliebener Teil der Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei in Delmenhorst. Dort können die Werkstätten und Maschinenräume besichtigt werden und liefern einen guten Überblick über die Industrialisierung und deren Folgen für die Menschen. Beeindruckend ist dort vor allem der Umgang mit den Mitarbeitern gewesen, für die eigens Siedlungen gebaut wurden.

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Aus dem Leben gegriffen

Superkraft Stricken

Stricken ist für mich nicht nur ein einfaches Hobby. Ich brauche es, um runter zu kommen, abzuschalten, mich auf mich selber zu besinnen. Manchmal auch, um mich zu fokussieren und die Konzentrationsfähigkeit zu erhalten. Und genau so suche ich auch meine Projekte aus.

Zur Zeit stricke ich hauptsächlich mindless-Projekte, Strickstücke, bei denen ich nicht großartig nachdenken muss. Rechte Maschen in der Runde oder in Reihen hin und her – dabei kann man die Gedanken fließen lassen. Das Leben ist gerade herausfordernd genug. Bei so einfachen Projekten kommt der Farbwahl eine besondere Bedeutung zu. Wobei meine Strickstücke immer schon überwiegend farbig waren – ganz viel in Rot -, im Gegensatz zu meiner sonstigen Kleidung, die fast ausschließlich aus schwarzen Kleidungsstücken besteht. Allerdings habe ich außer sehr bunten Socken von meinen vielen gestrickten Projekten nie welche getragen. In den letzten Wochen habe ich mich aus einem ganz anderen Grund näher mit der Wirkung von Farben beschäftigt und gelernt, wie wichtig die Farben für die Psyche sind. Seitdem versuche ich, mehr farbige Kleidungsstücke zu tragen – und wenn es für den Anfang „nur“ die bunten Schals und Tücher sind.

Im letzten Jahr, während des Sommerurlaubs, als es draußen so ganz besonders heiß gewesen ist, habe ich auch wieder angefangen mehr zu lesen. Ich hatte so den Eindruck, dass meine Konzentrationsfähigkeit in den vorherigen Monaten gelitten hat. Es ist nicht so, dass ich nicht immer gelesen hätte, aber manchmal ist es mir schon schwer gefallen, bei einem Buch zu bleiben. So hatte ich am Anfang des letzten Sommer-Urlaubs fünf Bücher liegen, die ich alle angefangen hatte zu lesen, aber nicht zu Ende gebracht habe. Diese Sprunghaftigkeit ist mit Sicherheit auch den veränderten Gewohnheiten im Privatleben und im Beruf geschuldet. Bei der Arbeit springt man schnell von einem Thema zum nächsten, immer abhängig davon, wer gerade vor dem Schreibtisch steht. Nachrichten werden in kleinen Einheiten angeboten und konsumiert, was man nicht weiß, kann man schnell googeln (und schnell wieder vergessen, man  muss sich nichts mehr merken, weil man ja immer wieder schnell nachschlagen kann, inzwischen ja auch schon unterwegs). Beim Lesen muss man am Buch dranbleiben. Durch die wieder erwachte Lust an umfangreichen Romanen kam auch die Lust am Sticken zurück – dort ging es an einem Projekt gut voran. Ja, da gibt es tatsächlich auch einen ursächlichen Zusammenhang, über den schreibe ich aber ein anderes Mal. Der nächste, für mich logische Schritt sind nun herausfordernde Strickprojekte, bei denen ich mich konzentrieren muss. Und auch da sind schon einige Projekte in der Planung, nun müsste ich mich bei Gelegenheit mal entscheiden, mit welchem ich anfangen möchte.

Natürlich wird es auch weiterhin mindless-Projekte geben. Die braucht man auch für Stricktreffen, komplizierte Muster und fröhliche Gespräche vertragen sich nur bedingt. Oder für Zugreisen und das Pendeln zum Arbeitsplatz. Aber zusätzlich wird es auch  neue Herausforderungen geben. Und ich freue mich schon darauf.

Die verstrickte Dienstagsfrage

Die verstrickte Dienstagsfrage 8 – 2019

Morgen endet in diesem Jahr die Faschingszeit. Hast Du schon einmal etwas für diese bunte, närrische Zeit gestrickt oder gehäkelt? Dein Kostüm aufgepeppt? Eine Perücke gewerkelt?

Die Norddeutschen sind ja dafür bekannt, dass Fasching, Fastnacht oder Karneval hier keine große Rolle spielt und wir aus der Ferne eher skeptisch auf das ausgelassene Treiben schauen. Ich bin, obwohl ja nicht in Norddeutschland geboren, da keine Ausnahme, ich weiß aber, dass sich diese Einstellung durchaus ändern kann, wenn man unmittelbarer damit zu tun hat und man mitgerissen werden kann von der Stimmung auf den Straßen. Aber Verkleiden ist einfach nicht meins, und von daher kann ich überhaupt keine Werkeleien für Karnevalskostüme vorweisen.

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Montagsstarter

Montagsstarter 10 – 2019

  1. Der Frühling wird auch in diesem Jahr wieder herbeigesehnt, weniger der wärmeren Temperaturen wegen sondern mehr wegen der Helligkeit.
  2. Funktionierende Technik ist schön. Manchmal finde ich es erschreckend, wie abhängig wir von diesen technischen Geräten sind.
  3. Regen oder Sonne? Gefühlt eher Sonne, obwohl wir den Regen immer noch sehr dringend brauchen, auch im Februar hat es in Norddeutschland fast gar nicht geregnet.
  4. Es gibt nix besseres als nach einem schwierigen Tag in einem tollen Buch zu versinken und alles um sich herum zu vergessen.
  5. Frühjahrsmüdigkeit ist hier noch nicht angesagt, ich bin noch völlig im Winterschlaf gefangen. Wobei der Übergang meist ziemlich nahtlos funktioniert.
  6. Was findet ihr besser: Dinge, die schief laufen anzusprechen oder lieber den Mund zu halten?
  7. Ich habe diese Woche auf dem Plan, das Schlafzimmer auszuräumen, damit es renoviert werden kann, während ich andere Dinge unternehme und freue mich sehr auf eine Reise quer durchs Land zu meiner Herzensfreundin und dann weiter zu einem wunderbaren Spinntreffen.

Den Montagsstarter gibt es jede Woche bei Antetanni, die ihn in Kooperation mit Martin erstellt. Vielen Dank den Beiden für diese tolle Idee.

Aus dem Leben gegriffen

Technik

Hier ist es gerade ziemlich ruhig. Das liegt nicht daran, dass ich die Lust am Bloggen verloren habe, sondern an technischen Problemen. Mein stationärer PC kränkelt schon eine ganze Weile so vor sich hin und muss vermutlich gegen ein neueres Modell ersetzt werden (der ist aber auch schon sehr, sehr, sehr viele Jahre alt), da läuft nicht mehr besonders viel. Nun hat sich leider auch noch das Notebook verabschiedet, bei dem es wenigstens noch die Hoffnung gibt, das da eine Neuinstallation Abhilfe schaffen kann. Aber wie überall ist Zeit Mangelware, ich hoffe, dass im Lauf dieser Woche da etwas passiert. Ich bin da nämlich eine totale Niete und muss jemanden bitten, sich darum zu kümmern.

Ich tippe jetzt in Frühstücks- und Mittagspause bei der Arbeit immer mal ein paar Zeilen, bin heute aber noch zwei kranken Wochen auf dem Sofa den ersten Tag wieder da und habe entsprechend den Schreibtisch voll. Bitte habt also bitte Geduld mit mir und Verständnis dafür, dass ich längere Blogartikel nicht so gerne auf dem Tablet tippen mag.