Aus dem Leben gegriffen · Gestricktes · Ich bin dabei

Zugsocking

Am Wochenende haben die Strickfreundinnen und ich mal wieder ein Zugsocking gemacht. Eigentlich wollten wir nach Holland fahren, das haben wir dann aber aufgrund eines Unfalls einer Strickfreundin, die auch mitfahren wollte, nun aber für eine Weile noch im Rollstuhl sitzen muss, noch einmal verschoben. Und weil eine von uns einen tollen Laden im Internet entdeckt hatte, bei dem sie eigentlich bestellen wollte, haben wir abgemacht, dass wir dorthin fahren. Den habe ich vor vielen Jahren schon zwei Mal besucht, da waren aber andere mit dabei und die neue Gruppe kannte den Laden noch nicht.
Als wir in unserer Stadt in den Zug stiegen, war dieser trotz der frühen Uhrzeit schon ziemlich voll. Fußballfans? So früh? Wir haben uns schon ziemlich gewundert. Und tatsächlich sind die dann auch noch mit uns gemeinsam in den nächsten Zug umgestiegen. Aber die überwiegend jungen Männer waren sehr freundlich und es entspann sich recht schnell ein nettes Gespräch über Fußball, Kinderziehung und handgestrickte Socken. Und jetzt weiß ich auch, das Spiele der 2. Bundesliga am Samstag auch schon mal um 13 Uhr beginnen.
Die Fahrerei hat sehr gut geklappt, wir haben problemlos und ohne Hektik alle Anschlüsse bekommen und waren pünktlich am Wunschort. Der Laden, den wir besucht haben, die Wollbox in Gehrden bei Hannover, ist sehr klein und sehr vollgestellt. Aber Katja und ihr Mann sind ausgesprochen nette und freundliche Menschen und haben alle unsere Fragen kompetent beantwortet. Da die Wollbox hauptsächlich einen Online-Handel hat, waren einige Qualitäten und Farben nur im Lager verfügbar, aber Katjas Mann ist immer wieder zum Lager hinüber gegangen und hat alles Gewünschte für uns herausgesucht. Ein toller Service. Nach einer guten Stunde waren wir von all dem angebotenen Suchtmittel und den schwierigen Entscheidungen ein bisschen erschlagen und haben den Laden verlassen.
Es ging dann zu einem erstklassigen Italiener in der Nähe, wo tatsächlich Mahlzeiten ohne Convenience-Produkte zubereitet wurden und wir wirklich sehr lecker gegessen haben. Als wir uns dann auf den Rückweg gemacht haben, staute sich der Verkehr in der Innenstadt von Hannover und wir brauchten deutlich länger als erwartet, um zum Hauptbahnhof zu kommen. Trotzdem hat alles gepasst und kurz nachdem wir am Bahnsteig standen, fuhr unser Zug Richtung Norden ein. Auch der war wieder voll, weil die Fußballfans nun mit uns auch wieder heimfuhren. Aber alles lief ruhig und entspannt ab und wir hatten viel zu schwatzen und zu lachen. Ein toller Tag.

Fotos habe ich leider keine gemacht. Zeigen kann ich Euch nur einen Strang, den ich mir geleistet habe. Dieses Garn kannte ich bislang nur von Bilder und Erzählungen, aber die Farben und das Material sind wirklich schön und so wanderte der Strang mit mir nach Hause.
Wenn Ihr mal in der Nähe seid: die Wollbox ist wirklich einen Besuch wert und wir sind mit Sicherheit auch nicht das letzte Mal dort gewesen.

Ein Kommentar zu „Zugsocking

Schreiben Sie einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Verbinde mit %s