Die verstrickte Dienstagsfrage

Die verstrickte Dienstagsfrage 6 – 2019

Früher gab es viele Blogger, die einfach nur über ihr Hobby berichtet haben, Materialien, Bücher, Zubehör vorgestellt haben, dass sie irgendwo entdeckt, gekauft und ausprobiert hatten. Es gab Tipps zu schwierigen oder auch nicht so schwierigen Themen und jede Menge Ideen zu entdecken. Heutzutage wird vieles davon von Influencern übernommen, die es inzwischen in überraschend hoher Anzahl auch bei den Hobbythemen gibt. Wie steht Ihr dazu? Lest Ihr Blogs von Influencern, ist Euch das egal? 

Wenn ich ehrlich bin, dann finde ich diese Influencer-Geschichten ziemlich gruselig. Natürlich verstehe ich die Kreativen, die von dieser Art der Finanzierung ihres Hobbies profitieren möchten und so vermeintlich leicht ihr Geld verdienen möchten. Noch mehr verstehe ich die Unternehmen, die auf diese Weise deutlich leichter die gewählte Zielgruppe erreichen können. Auf den ersten Blick scheint es also tatsächlich eine Win-Win-Situation zu sein. Aber wenn man genauer hinschaut, erkennt man, welche Firma gerade welche Materialien oder Bücher verschickt hat, weil alles fast zeitgleich in den Blogs beschrieben wird. Und an den schnell entworfenen Modellen erkennt man auch, welcher Zeitdruck dahinter steckt, weil alles in relativ schneller Folge eilig produziert werden muss. Ob die Meinung, die dabei dann kundgetan wird, auch tatsächlich der wirklichen Meinung entspricht, halte ich für zweifelhaft. Wer wird schon etwas Kritisches über etwas sagen, dass man geschenkt bekam, wenn dann irgendwie die Gefahr besteht, dass man bei der nächsten Lieferung nicht mehr bedacht wird. So kratzen viele Rezensionen sicher nur noch an der Oberfläche.
Ich vermisse die Blogs, denen es noch wirklich um das Hobby ging, bei denen nicht finanzielle Interessen im Vordergrund standen. Dort fanden auch die „alten Hasen“, die schon lange stricken, noch Neues und Spannendes. Es ist schade, dass so vieles mit den Jahren auf der Strecke blieb und heute fast alles nur unter dem kommerziellen Aspekt gemacht wird.

Wenn Ihr bei der verstrickten Dienstagsfrage mitmachen möchtet, findet Ihr hier alle Infos dazu.

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Montagsstarter

Montagsstarter 8 – 2019

  1. Es ist oft so, dass ich etwas plane und meine Kinder sagen, dass sie genau darüber auch gerade nachgedacht haben – das funktioniert also auch über hunderte Kilometer noch.
  2. Den Film „The Greatest Showman“ solltet ihr unbedingt anschauen, er hat sehr viele totale Gänsehaut-Momente.
  3. Ein gutes Buch reicht, um mich völlig in andere Welten abtauchen zu lassen.
  4. Mein Ziel ist es, die Herausforderungen dieses Jahres zu meistern und den Mut nicht zu verlieren.
  5. Die Idee, die „Märchenwelten-Ausstellung“ in Hamburg zu besuchen, finde ich sehr spannend und ich freue mich sehr darauf.
  6. Gestern habe ich, abgesehen von der Zeit, als Besuch da gewesen ist, tatsächlich nur auf den Sofa gelegen und aus dem Fenster geschaut habe.
  7. Ich habe _ und   vor und freue mich auf diese Woche nichts geplant und alles abgesagt, weil ich unbedingt erst mal diesen lästigen Infekt auskurieren muss.

Den Montagsstarter gibt es jede Woche bei Antetanni, die ihn in Kooperation mit Martin erstellt. Vielen Dank den Beiden für diese tolle Idee.

Blogliebe

Blogliebe Februar: Vergleich

BLOGLIEBE Februar: Vergleich.
Kannst Du Dich gut abgrenzen von dem, was Du online so siehst? Oder bist Du manchmal neidisch, ein bisschen eifersüchtig, weil andere es scheinbar einfach besser auf die Reihe kriegen? Neigst Du dazu, Dich mit anderen aus der blinke-blinke-social-media-Welt zu vergleichen und was macht das mit Dir?

Die Social-Media-Welt ist ziemlich spannend. Man findet Unmengen an Informationen, an Anregungen und Inspirationen – und unglaublich viele Dinge, die man gar nicht wissen möchte. Am Anfang wollte ich auch gerne mitmischen. Las und schrieb bei Facebook, Twitter und an anderen Stellen. Kam aber aus zeitlichen Gründen nirgendwo wirklich mit – schwierig, wenn man berufstätig ist und nach bösen Erfahrungen fünf Mal überlegt, was man von sich preisgibt und die meisten geschriebenen Beiträge dann unveröffentlicht wieder löscht. Ich dachte eine Weile darüber nach und schmiss dann alles wieder hin. Zwar habe ich die meisten Accounts noch, bin aber nur sehr selten dort unterwegs, bzw. nutze sie, wie z.B. Twitter, nur als reine Nachrichtenplattform. Damit fahre ich recht gut.

Aktiv nutze ich derzeit noch Pinterest. Das liebe ich sehr, weil ich dort immer neue Ideen und Inspirationen finde (für deren  Umsetzung mir dann die Zeit fehlt), das aber ganz oft eine endlose Kette eigener Kreationen in Gang bringt. Allerdings sind viele meiner Pinwände dort inzwischen auf „geheim“ gestellt, schlechte Erfahrungen machen auch so etwas manchmal nötig.
Bei Instagram bin ich wohl am häufigsten, mehrmals täglich schaue ich nach Neuigkeiten. Ich poste dort längst nicht täglich, den Ehrgeiz habe ich auch nicht. Dort sind vor allem die Accounts für mich interessant, die mich in Städte oder Länder bringen, die mir am  Herzen liegen und mir so neue Reisetipps liefern. Oder solche, die mir traditionelle Strickweisen, vorzugsweise aus den skandinavischen Ländern, näher bringen. Natürlich folge ich dort auch Strickfreunden und sehe, was sie dort schreiben. Aber ich bin inzwischen keine Zwanzig mehr und habe gelernt, dass nicht alles so toll ist, wie es auf den Bildern scheint – und das manche Menschen in einer „heilen-Welt-Filterblase“ leben, die sie als perfekt der Außenwelt verkaufen möchte – meist ohne zu ahnen, dass man umso stärker anzweifelt, dass das glaubhaft ist, je lauter und aufdringlicher sie das präsentieren oder je höher die Anzahl der Wiederholungen ist.

Vergleiche: nein – nicht mehr. Natürlich lese ich auch in anderen Blogs oder Accounts  über tolle Ideen und denke, dass ich so vieles auch gerne machen möchte. Aber ich kenne inzwischen meine Grenzen, vor allem meine körperlichen und zeitlichen, und weiß, dass das für mich nicht zu schaffen ist. Nicht jetzt. Aber vielleicht später mal.

Ich gehe inzwischen meinen eigenen Weg. Es hat lange gedauert, bis ich so weit gewesen bin und es war auch nicht immer leicht, aber es ist ein gutes Gefühl, so ein wenig „über den Dingen zu schweben“ und zu wissen, dass man lieber das macht, was einem Spaß macht oder einen weiterbringt, als Dinge, die andere meinen, einem vorgeben zu  müssen, nicht im Strom mit schwimmen zu müssen. Meiner Kreativität hat das sehr gut getan.

Bine vom Blog Was eigenes hat im Rahmen ihrer Aktion Schreibzeit in diesem Jahr darum gebeten, jeden Monat etwas zum Thema Bloggen zu schreiben. Das ist ein spannendes Thema und deswegen beteilige ich mich sehr gerne an dieser Aktion.

Die verstrickte Dienstagsfrage

Die verstrickte Dienstagsfrage 5 – 2019

Stricktreffen haben inzwischen das ganze Jahr über Saison. Hast Du feste Treffen, die Du möglichst immer besuchst oder entscheidest Du das spontan? Hast Du Urlaubstage dafür eingeplant? Oder magst Du solche Treffen gar nicht?

In ein paar Tagen fahre ich quer durchs Land, um am Bodensee zu einem Spinn- und Stricktreffen zu fahren. Darauf freue ich mich sehr, weil dort viele Menschen versammelt sind, die mir sehr am Herzen liegen und die ich gerne immer wieder treffe. Spinn- und Stricktreffen sind für mich jährlich wiederkehrende Termine, die ich auch, wenn es irgendwie möglich ist, fest im Kalender einplane. Allerdings beschränke ich mich auf bestimmte Treffen und fahre so ungefähr 4- bis 5-mal im Jahr. Meist sind das Treffen, die nicht so riesig sind und bei denen ich viele Strickerinnen und Stricker schon seit vielen Jahren kenne. Zwei davon sind in der Nähe, so dass ich morgens hinfahren und abends wieder heimfahren kann. Die anderen sind weiter entfernt und erfordern eine andere Art von Planung. Ein Treffen organisiere ich für gewöhnlich selber, manchmal kurzfristig, manchmal von langer Hand geplant.
Ich nutze diese Treffen, neben dem Austausch mit anderen, auch dazu, Woll-Einkäufe zu erledigen und neue Färberinnen kennen zu lernen. Ich muss Qualitäten und Farben im Original sehen und kaufe nicht gerne über das Internet.

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Auf den Nadeln

Auf den Nadeln: Februar 2019

Der Allin-Schal, den ich eigentlich schon im Dezember fertig stricken wollte, ist tatsächlich im Januar fertig geworden. Es war am Ende keine große Liebe mehr zwischen mir und dem Schal, so wird er in die Spendenkiste wandern. Die Idee ist aber trotzdem toll und ich überlege, mir aus meinen Resten und Vorräten einen anderen Allin zu stricken. Und verdränge so lange, dass er nicht sehr kurzweilig zu stricken ist.

Im Februar habe ich nun weiterhin den Wishes-do-come-true Schal, von dem ich hoffe, dass er seinem Namen alle Ehre macht, auf den Nadeln. Der ist nur mäßig gewachsen im Januar, weil ich zu viele andere Dinge noch zu erledigen hatte. Außerdem geht es mit Nadelstärke 3mm und Sockenwolle auch nur recht langsam voran. Inzwischen habe ich 320 Maschen auf der Nadel und er wirkt noch immer viel zu klein.
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Zusätzlich habe ich mir ein neues UFO aus meiner umfangreichen Sammlung gesucht, das ich im Februar fertig machen möchte. Das Material für die Broken-Jack-Socken bekam ich vor längerer Zeit von einem guten Freund zum Geburtstag geschenkt. Der erste Socken ist bis zur Ferse fertig. Das war recht mühsam, weil ich mich mit der Art des  Musters erst einmal anfreunden musste. Und auch, weil das Garn so zauberhaft und so wunderbar weich ist, dass ich Angst habe, die Socken nicht tragen zu können, weil es nicht haltbar genug ist. Aber ich habe inzwischen schon andere Sockenpaare liegen, die ich nur selten und nur im Haus und auf dem Sofa trage, weil sie mir so wichtig sind, dass ich sie nicht für alltagstauglich halte. Manchmal ist das halt so.
Broken JackWenn noch Zeit übrig bleibt (was im kurzen Februar vermutlich eher unrealistisch ist), schnappe ich mir noch ein anderes UFO, bei dem es mir gerade schon wieder in den Fingern kribbelt. Alles hat halt seine Zeit.

Was strickt Ihr denn im Februar?

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Linkparty bei Maschenfein teil.

 

Die verstrickte Dienstagsfrage

Die verstrickte Dienstagsfrage 4 – 2019

Im Moment ist es ja recht kühl draußen. Das ist die ideale Zeit, um auf dem Sofa zu sitzen und zu stricken. Strickt Ihr zu jeder Jahreszeit? Oder wechselt Ihr auf andere Handarbeitstechniken, wenn es wärmer wird draußen? Tauscht Ihr Materialien aus – habt Ihr tatsächlich Sommer- und Wintergarne? Oder ist Euch das egal, und Ihr strickt, wann immer Euch danach ist?

Ich stricke tatsächlich das ganze Jahr über. Naja, vielleicht etwas weniger, wenn das Wetter so ist wie im vergangenen Sommer, da war es sogar mir zu warm zum Stricken. Einen Unterschied zwischen den Materialien mache ich da nicht, was aber auch daran liegt, dass ich am liebsten reine Schafwolle verstricke und dabei auch keine Baumwoll-, Leinen-, Bambus-Mischungen brauche. Dann schon eher Mohair, Alpaka, Kaschmir. Es gibt also bei mir keine Unterschiede zwischen den Garnen, ich gehöre da wohl zur Fraktion der „Ganzjahres-Wollgarn-Stricker“. Im Sommer sitze ich aber auch gerne mit dem Spinnrad auf der Terrasse, misstrauisch beäugt von den Nachbarn, denen das Treiben auf der Terrasse manchmal nicht ganz geheuer zu sein scheint.

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Montagsstarter

Montagsstarter 6 – 2019

  1. Am vergangenen Donnerstag-Mittag gab es sozusagen in „Hörweite“ (und eigentlich sogar auch in Sichtweite) eine Neuauflage des Rooftop-Concert von den Beatles, gespielt von einer Bremer Cover-Band – leider war es viel zu schnell vorbei. (Anmerkung: Das Rooftop-Concert auf dem Apple-Gebäude in London war das letzte Live-Konzert der Beatles und jährte sich am Donnerstag das fünfzigste Mal.)
  2. Der Einkauf für die Renovierung des Schlafzimmers ist am Samstag ein wenig eskaliert, das macht aber nichts, ich freue mich auf das „neue“ Zimmer.
  3. Heute scheint hier tatsächlich ein wenig die Sonne, darüber freue ich mich.
  4. Ich möchte gerne weniger arbeiten, aber das wird vorerst nur ein Wunschgedanke bleiben.
  5. Die 3. Staffel von Outlander schaue ich gerne, die 2. Staffel hat mich doch eher gelangweilt.
  6. So langsam wachsen die Ideen für das Buch, dass ich gerne machen möchte.
  7. Einkauf steht an, dann noch die Entscheidung, ob ich Wolle für ein neues Projekt zukaufen muss und ich freue mich sehr auf Mittagspausen mit sehr lieben Kolleginnen.

Den Montagsstarter gibt es jede Woche bei Antetanni, die ihn in Kooperation mit Martin erstellt. Vielen Dank den Beiden für diese tolle Idee.