Blogliebe

Blogliebe: Bloggst Du an fixen Tagen? Zu welcher Uhrzeit schreibst Du am liebsten? Ist eine Routine beim Bloggen wichtig?

Na, da habe ich mir ja reichlich Zeit gelassen, der Juni ist doch schon längst vorbei. Aber der Vollständigkeit halber reiche ich den angefangenen, aber leider nicht rechtzeitig zu Ende geschriebenen Beitrag nach.

Da ich ja nur Gelegenheitsbloggerin bin, schreibe ich nur selten an fixen Tagen. Meine eigene Reihe „Die verstrickte Dienstagsfrage“ schreibe ich vor, wenn ich Zeit dazu habe. Dann versuche ich beim Montagsstarter von Antetanni und Martin dabei zu sein und den Freitagsfüller rechtzeitig zu schreiben. Das klappt häufig, aber nicht so oft, wie ich es gerne hätte. Alle anderen Beiträge schreibe ich tatsächlich auch, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet, veröffentliche sie dann aber nur selten sofort, sondern schiebe sie geplant an bestimmte Stellen. Im Hintergrund schlummern diverse Entwürfe, an denen ich gelegentlich weiter schreibe und die auch dann veröffentlicht werden, wenn ich sie für fertig erkläre.

Wann immer es geht, schreibe ich am Vormittag, so früh wie möglich. Ich bin definitiv ein Morgenmensch und dann auch am leistungsfähigsten. Im Laufe des Tages prasseln die unterschiedlichsten Dinge auf mich ein, bei der Arbeit, im Privatleben, und von anderen Seiten, denen ich mich nur schwer oder gar nicht entziehen kann. Der Kopf ist dann schon nicht mehr frei für Dinge, die ich eigentlich nur aus Spaß an der Freude mache. Leider wird sich an dieser Situation auch in der nächsten Zeit nicht viel ändern, so dass ich immer irgendwie mit den Gegebenheiten jonglieren muss. Das Blog leidet darunter, was mich ärgert. Aber es hilft ja nichts, ich muss zusehen, dass ich alles geschafft kriege, was unumgänglich ist und mir die Zeit, die dann vielleicht noch übrig ist, geschickt einteilen. Leider sieht es im Moment so aus, als würde der Anteil meiner freien Zeit noch weniger werden, weil Änderungen ins Haus stehen. Aber das nur am Rande.

Routinen sind immer hilfreich, weil man sich daran entlang hangeln kann. Leider habe ich es noch nicht wieder geschafft, Routinen zu entwickeln. So passiert es eben auch, das Beiträge, die längst hätten fertig sein sollen, noch im Hintergrund schlummern. Aber ich arbeite daran.

Bine vom Blog Was eigenes hat im Rahmen ihrer Aktion Schreibzeit in diesem Jahr darum gebeten, jeden Monat etwas zum Thema Bloggen zu schreiben. Das ist ein spannendes Thema und deswegen beteilige ich mich sehr gerne an dieser Aktion.

Blogliebe

Blogliebe: Was sagt eigentlich Deine Familie dazu, dass Du bloggst? Was sind Deine Ziele? Und hast Du Angst, dass Dir die Themen ausgehen?

Was sagt eigentlich Deine Familie dazu, dass Du bloggst?
Natürlich weiß ein Teil meiner Familie, dass es dieses Blog gibt. Lesen tun sie es nicht, sondern sind hauptsächlich darum besorgt, dass sie dort nicht auftauchen. Meine Eltern wissen nichts davon, sie halten nichts vom Internet und mögen es auch nicht. Das Thema Bloggen ist für sie extrem weit entfernt und sie können nichts damit anfangen, vermutlich wissen sie nicht einmal, was ein Blog ist. Ich wüsste auch nicht, dass andere Familienmitglieder hier mitlesen – unsere Familie ist sehr klein und weit über die Welt verstreut. Es gibt meist nur seltene Kontakte und da sind dann andere Dinge wichtig, als ein Strickblog. Vor allem, weil ich ja nach den schlechten Erfahrungen vor ein paar Jahren versuche, möglichst alles Private aus dem Blog rauszulassen.

Was sind Deine Ziele?
Wenn ich ehrlich sein soll, habe ich beim Bloggen keine wirklichen Ziele. Ich mache es sozusagen als Notizfunktion für mich selber und einfach deswegen, weil ich Spaß am Schreiben haben. Möglicherweise entwickelt sich später noch mehr daraus, aber sicher bin ich mir darüber nicht – das hängt davon ab, wie sich meine Pläne im Laufe der Jahre noch verändern. Ich habe eine Idee dazu im Kopf, aber sie ist noch nicht weiter durchdacht und hängt ohnehin von vielen Faktoren ab, die ich nicht alle selber beeinflussen kann.

Hast Du Angst, dass Dir die Themen ausgehen?
Ehrlicherweise gibt es Themen genug, über die man schreiben könnte, nur ob das dann noch im selbst gewählten Themenbereich bliebe, ist eben ungewiss. Natürlich habe ich manchmal Angst, dass mir nichts mehr einfällt – obwohl mich eher die Angst umtreibt, ob ich noch zu etwas Stellung beziehen muss, dass viele andere schon von allen Seiten beleuchtet haben. Aber: da bin ich dann wieder bei dem Thema weiter oben: ich schreibe hauptsächlich als Notiz- und Tagebuch.
Und natürlich gibt es auch eine Menge Themen, über die ich mir zwar Gedanken mache, die aber lieber nicht mit anderen teile. Wie schnell man in so einen Shitstorm gerät, haben wir inzwischen wohl alle gelernt. Und weil es im Moment viel zu viele andere Dinge gibt, die mich beschäftigen und ich keinen Nerv auf Stress jedweder Art habe, halte ich mich eben zurück. Ich bin mir sicher, dass das letztlich ein Fehler ist, aber man kann eben nicht immer raus aus seiner Haut.

Mein Glück beim Bloggen ist, dass ich damit kein Geld verdienen muss. Dafür habe ich einen Hauptberuf, den ich sehr mag und den ich letztlich auch für wichtiger halte. In den vergangenen Jahren haben viele aus meinem Bekanntenkreis versucht, aus dem geliebten Hobby einen Beruf zu machen, die meisten sind damit gescheitert. Denn auch da muss man viel und hart arbeiten und Dinge erledigen, die auch dazu gehören, aber nicht wirklich viel Spaß  machen. Und so hatten sie sich das dann letztlich eben doch  nicht vorgestellt. Leicht verdientes Geld geht anders – auch wenn es bei dem einen oder anderen so wirken mag. Alles ist gut so, wie es ist.

Bine vom Blog Was eigenes hat im Rahmen ihrer Aktion Schreibzeit in diesem Jahr darum gebeten, jeden Monat etwas zum Thema Bloggen zu schreiben. Das ist ein spannendes Thema und deswegen beteilige ich mich sehr gerne an dieser Aktion.

Blogliebe

Blogliebe: 15 Fragen rund ums Bloggen – This is how I work

BloggerInnen-Typ?
Ich bin definitiv unstrukturiert, chaotisch und meistens ziemlich planlos. Ich blogge einfach nach Lust und Laune und vor allem: nach Zeit. Und die ist immer Mangelware.
Gerätschaften digital?
Das Übliche, würde ich sagen: Handy, Tablet, Notebook und ein stationärer PC. Ich nutze alles abwechselnd. Und bin immer wechselnd von allem ziemlich genervt.
Gerätschaften analog?
Stifte und Notizbücher. Dabei sind das Bullet-Journal und mein Creative Journal mit Abstand die wichtigsten Instrumente. Ohne die ginge gar nichts, vermute ich. Seitdem ich das benutze, bin ich effektiver und schneller. Und ich genieße es, Dinge, die ich dort notiert habe, nicht mehr krampfhaft im Kopf behalten zu müssen.
Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?
Google, Wikipedia, und vor allem Pinterest. Wenn ich irgendwo viel Zeit verbringe im Internet, dann dort. Bookmarks speichere ich trotzdem meist im Browser. Schreiben tue ich sehr häufig im Schreibprogramm und kopiere das dann in die Blogsoftware. Außerdem nutze ich Dropbox und finde das genial, wenn man an so vielen Geräten arbeitet.
Wo sammelst Du Deine Blogideen?
In diversen Notizbüchern, manchmal auf Zetteln, ganz häufig auch in angefangenen Blogartikeln, die mit ein paar Stichworten als Hilfsmittel dienen.
Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?
Nicht zu viel anfangen und nicht zu Ende bringen. Lieber in einem durch die Artikel fertig schreiben und bis zu Veröffentlichung liegen lassen. Immer wieder von neuem anzufangen, kostet einfach zu viel Zeit.
Benutzt du eine To-Do List-App?
Nein, keine. Ich mache das alles über Notizbücher, vor allem mit dem Bullet Journal.
Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne dass du nicht leben kannst?
Ich bin wohl viel zu sehr analog unterwegs, als mich an so ein Gerät zu ketten. Es gibt also wirklich keines, ohne das ich nicht leben könnte. Allerdings bin ich fast nie ohne Strickzeug und Buch unterwegs. Zählt das auch?
Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?
Besser als alle anderen gibt es sicher nichts. Aber besser als die meisten anderen Menschen bin ich in Empathie. Ich spüre Schwingungen schon sehr lange, bevor andere es tun. Das ist für mich nicht immer lustig.
Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?
Meistens gar nichts. Ich bin den ganzen Tag über unterwegs und habe ständig Kontakt mit Kollegen und Kunden, da bin ich froh um jeden Moment der Ruhe.
Eher introvertiert oder extrovertiert?
Ich bin früher definitiv eher extrovertiert gewesen. Leider ging das an vielen Stellen nicht gut und ich habe schmerzhaft gelernt, dass es besser ist, sich zurück zu halten. Tatsächlich gehe ich nur noch sehr ungern in Situationen, in denen ich niemanden anderen kenne.
Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall?
Ich bin definitiv ein Morgenmensch und schreibe auch meine Blogartikel immer morgens. Abends kann ich noch stricken oder lesen, aber mein Vorrat an Wörtern ist dann oft verbraucht.
Wer sollte diese Fragen noch beantworten?
Jeder, der das möchte. Ich habe da keine bestimmten Personen im Hinterkopf.
Der beste Rat den du je bekommen hast?
Wenn Du nichts zu sagen hast, Klappe halten.
Noch irgendwas Wichtiges?
Wenn man den Spaß verliert, sollte man aufhören und nicht versuchen, das Blog krampfhaft am Leben zu halten. Da kann man nur verlieren.

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Blogliebe

Blogliebe: Aus Alt mach Neu

Hast Du das schon mal gemacht? Einen älteren Beitrag überarbeitet, aufgewärmt, neu angerichtet und Deinen Lesern oder Followern aufgetischt? Hier und da den Text neu formuliert und vielleicht sogar neue Fotos eingefügt?

Ja, doch, ich habe schon ältere Beiträge aus meinem Blog/aus meinen Blogs noch einmal wiederholt. Ein paar von denen, die ich irgendwie retten konnte. In den letzten Jahren ist ja mein Blog mehrfach umgezogen, gecrasht und einmal gehackt worden und ich habe auch aus anderen Gründen alle Inhalte einmal gelöscht. Von daher ist es bei mir eher schwierig, ältere Beiträge noch wieder aufzutreiben (auch das Backup ist längst auf der Strecke geblieben) oder Verlinkungen auf andere Beiträge einzubauen. Das bleibt also überschaubar.
Ganz grundsätzlich habe ich aber keine Problem damit, wenn ältere Beiträge in anderen Blogs überarbeitet (oder auch nicht überarbeitet) noch einmal erscheinen. Schließlich kann ich mir längst nicht alles merken, was ich mal irgendwo gelesen habe und würde sicher in den meisten Fällen nicht einmal merken, wenn ein Beitrag schon einmal erschienen ist. Schon gar nicht, wenn längere  Zeit dazwischen liegt. Wir sind doch alle nur Menschen. Und tatsächlich ist es manchmal einfacher, etwas aufzupimpen und zu wiederholen, als sich etwas Neues auszudenken, wenn man eigentlich den Kopf nicht frei hat. Oder das reale Leben einfach gerade rechts überholt. Außerdem rutscht manches einfach auch weg und eine Erinnerung an das tolle Käsekuchen-Rezept kann da so manchen Sonntags-Nachmittags-Kaffee retten.

Eine ausgefeilte Social-Media-Strategie habe ich allerdings nicht und auch die Verbindung zwischen Instagram und Blog habe ich noch gar nicht wirklich hergestellt. Das liegt sicher daran, dass ich ja ohnehin nur aus Lust am Schreiben blogge und damit weder Geld verdienen will noch muss. Das gibt mir eine gewisse Freiheit, die ich, wenn ich mir so andere Kanäle anschaue, auch sehr genieße. Ich kann alles machen, ich muss es aber nicht – Druck baut sich daher für mich gar nicht erst auf, weil ich nicht das Gefühl  habe,  irgendwelche Erwartungen erfüllen zu müssen.
Es kann gut sein, dass sich das später mal ändern wird, schließlich habe ich ja noch völlig andere Pläne für das weitere Leben, die dann auch eine ausgefeiltere Kampagne nötig machen werden. Aber das ist noch Zukunftsmusik und längst noch nicht spruchreif, wer weiß, was dann alles geben wird.

Bine vom Blog Was eigenes hat im Rahmen ihrer Aktion Schreibzeit in diesem Jahr darum gebeten, jeden Monat etwas zum Thema Bloggen zu schreiben. Das ist ein spannendes Thema und deswegen beteilige ich mich sehr gerne an dieser Aktion.

Blogliebe

Blogliebe Februar: Vergleich

BLOGLIEBE Februar: Vergleich.
Kannst Du Dich gut abgrenzen von dem, was Du online so siehst? Oder bist Du manchmal neidisch, ein bisschen eifersüchtig, weil andere es scheinbar einfach besser auf die Reihe kriegen? Neigst Du dazu, Dich mit anderen aus der blinke-blinke-social-media-Welt zu vergleichen und was macht das mit Dir?

Die Social-Media-Welt ist ziemlich spannend. Man findet Unmengen an Informationen, an Anregungen und Inspirationen – und unglaublich viele Dinge, die man gar nicht wissen möchte. Am Anfang wollte ich auch gerne mitmischen. Las und schrieb bei Facebook, Twitter und an anderen Stellen. Kam aber aus zeitlichen Gründen nirgendwo wirklich mit – schwierig, wenn man berufstätig ist und nach bösen Erfahrungen fünf Mal überlegt, was man von sich preisgibt und die meisten geschriebenen Beiträge dann unveröffentlicht wieder löscht. Ich dachte eine Weile darüber nach und schmiss dann alles wieder hin. Zwar habe ich die meisten Accounts noch, bin aber nur sehr selten dort unterwegs, bzw. nutze sie, wie z.B. Twitter, nur als reine Nachrichtenplattform. Damit fahre ich recht gut.

Aktiv nutze ich derzeit noch Pinterest. Das liebe ich sehr, weil ich dort immer neue Ideen und Inspirationen finde (für deren  Umsetzung mir dann die Zeit fehlt), das aber ganz oft eine endlose Kette eigener Kreationen in Gang bringt. Allerdings sind viele meiner Pinwände dort inzwischen auf „geheim“ gestellt, schlechte Erfahrungen machen auch so etwas manchmal nötig.
Bei Instagram bin ich wohl am häufigsten, mehrmals täglich schaue ich nach Neuigkeiten. Ich poste dort längst nicht täglich, den Ehrgeiz habe ich auch nicht. Dort sind vor allem die Accounts für mich interessant, die mich in Städte oder Länder bringen, die mir am  Herzen liegen und mir so neue Reisetipps liefern. Oder solche, die mir traditionelle Strickweisen, vorzugsweise aus den skandinavischen Ländern, näher bringen. Natürlich folge ich dort auch Strickfreunden und sehe, was sie dort schreiben. Aber ich bin inzwischen keine Zwanzig mehr und habe gelernt, dass nicht alles so toll ist, wie es auf den Bildern scheint – und das manche Menschen in einer „heilen-Welt-Filterblase“ leben, die sie als perfekt der Außenwelt verkaufen möchte – meist ohne zu ahnen, dass man umso stärker anzweifelt, dass das glaubhaft ist, je lauter und aufdringlicher sie das präsentieren oder je höher die Anzahl der Wiederholungen ist.

Vergleiche: nein – nicht mehr. Natürlich lese ich auch in anderen Blogs oder Accounts  über tolle Ideen und denke, dass ich so vieles auch gerne machen möchte. Aber ich kenne inzwischen meine Grenzen, vor allem meine körperlichen und zeitlichen, und weiß, dass das für mich nicht zu schaffen ist. Nicht jetzt. Aber vielleicht später mal.

Ich gehe inzwischen meinen eigenen Weg. Es hat lange gedauert, bis ich so weit gewesen bin und es war auch nicht immer leicht, aber es ist ein gutes Gefühl, so ein wenig „über den Dingen zu schweben“ und zu wissen, dass man lieber das macht, was einem Spaß macht oder einen weiterbringt, als Dinge, die andere meinen, einem vorgeben zu  müssen, nicht im Strom mit schwimmen zu müssen. Meiner Kreativität hat das sehr gut getan.

Bine vom Blog Was eigenes hat im Rahmen ihrer Aktion Schreibzeit in diesem Jahr darum gebeten, jeden Monat etwas zum Thema Bloggen zu schreiben. Das ist ein spannendes Thema und deswegen beteilige ich mich sehr gerne an dieser Aktion.

Blogliebe

BlOGLIEBE Januar: Anfang

Bine vom Blog Was eigenes hat im Rahmen ihrer Aktion Schreibzeit in diesem Jahr darum gebeten, jeden Monat etwas zum Thema Bloggen zu schreiben. Das ist ein spannendes Thema und deswegen beteilige ich mich sehr gerne an dieser Aktion.

BLOGLIEBE Januar: ANFANG.
Wieso hast Du angefangen zu bloggen? Was hat Dich bewegt Deinen ersten Beitrag zu schreiben?
Wie ist Dein Blogname entstanden und wie war das so am Anfang?

Das genaue Datum, wann ich wirklich und echt angefangen habe zu Bloggen, weiß ich leider nicht mehr. Es war irgendwann 2001/2002. Damals war ich in verschiedenen deutschen und amerikanischen Mailinglisten sehr aktiv und  kannte dadurch schon verschiedene Blogs, fand klasse, was ich dort an Anregungen und Informationen fand und entschied, dass ich das auch machen wollte. Schreiben war schon immer meine Leidenschaft, damals habe ich das sogar auch beruflich für eine Regionalausgabe einer großen Tageszeitung gemacht.

Ich klickte mich mit großer Begeisterung durch verschiedene Blogs, las Texte sehr unterschiedlicher Menschen (zumeist von Frauen) aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen. Das war spannend. Ich fand Ideen, klickte weiter und noch weiter, wollte zurück und fand das Blog mit der tollen Idee, die ich unbedingt nachmachen wollte, nicht mehr wieder. Blogrolls in anderen Blogs waren wichtig und ich verbrachte sehr oft viel zu viel Zeit vor dem Rechner.

Meine ersten Blogeinträge waren spärlich, kamen mit zum Teil großen Abständen, waren unstrukturiert. Der Bloganbieter wechselte mehrfach, der Name „Bücher- und Wollkistchen“ blieb mir aber erhalten. 2003 wechselte ich dann auf meine eigene Domain „von-stroh-zu-gold“ und schrieb dort weiter. Von da an ging es mit dem Blog bergauf. Die Themen waren natürlich Handarbeiten, die Familie, Alltagserlebnisse und Bücher. Es gab täglich mindestens einen Eintrag und ich fand großartig, dass ich schreiben konnte, wie ich wollte. Über Datenschutz und Privatsphäre dachte man nicht großartig nach. Auch nicht darüber, wer was mit welchen Daten anstellen könnte. Es gab keine Impressumspflicht, keine DSGVO, nicht hunderte von Spam-Mails zu jedem Beitrag. Nur mit den Texten und den Bildern musste man aufpassen, aber das schreckte mich nicht, weil ich meistens ohnehin meine eigenen Ideen vorstellte.
Mein Blog hatte damals viele LeserInnen, ich bekam viele Rückmeldungen, viele lernte ich später auf Strick- und Spinntreffen persönlich kennen. Zu einigen bestehen immer noch Kontakte, die ich sehr schätze.

Wie sehr sich später mein Leben ändern sollte, und welche Rolle mein Blog dabei spielen würde, hätte ich mir damals nicht in meinen schlimmsten Albträumen vorstellen können.