Die verstrickte Dienstagsfrage

Die verstrickte Dienstagsfrage 31 – 2019

Für viele ein leidiges Thema: die richtige Wollmenge abschätzen. Bleibt bei dir immer zuviel übrig, oder ist das Garn in den letzten Reihen zu Ende? Wie „ermittelst“ du deinen Bedarf? Vertraust du auf die Anleitung, sofern vorhanden? Hast du Faustregeln? 

Ich gehöre zu denen, die niemals irgendwelchen Anleitungen vertrauen und immer, wirklich immer zu viel Wolle kaufen. Dabei ist mir vor ein paar  Monaten ein wirklich fataler Fehler unterlaufen: in der Anleitung stand 750, ich las aber leider nicht weiter. Keine Alarmglocke klingelte, als ich für ein Tuch dann 750g Wolle gekauft habe, plus 250g als Reserve für den Fall, dass ich das Tuch größer haben möchte. Ich habe tatsächlich 1000g Wolle gekauft für ein Tuch, dass mit 750m schon gut groß geworden ist. Aber so schlimm ist es nicht immer mit mir. Es ist aber tatsächlich so, dass ich immer Resteknäuel übrig habe, für die ich dann oft keine Idee für die weitere Verwendung habe.

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Die verstrickte Dienstagsfrage

Die verstrickte Dienstagsfrage 30 – 2019

Der Sommer neigt sich ganz langsam dem Ende zu. Steigt Ihr jetzt schon in die Weihnachtsproduktion ein oder hat das für Euch noch  Zeit?

Normalerweise stricke ich keine Weihnachtsgeschenke. Meist taucht auf den letzten Drücker dann aber doch noch etwas auf, was schnell gemacht werden muss. Ich nehme mir jedes Jahr vor, früher anzufangen. In diesem Jahr hat das tatsächlich geklappt, die kleinen Mitnahme-Geschenke für besondere Menschen sind schon fertig – es gibt Baker’s Twine Topflappen.
Ansonsten warte ich ab und harre der Dinge, die da kommen. Vermutlich wird es trotz der guten Vorbereitung in diesem Jahr und meiner Aussage, keine Weihnachtsgeschenke zu stricken, doch wieder eng. Wie immer. Manche Dinge ändern sich vielleicht nie.

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Die verstrickte Dienstagsfrage

Die verstrickte Dienstagsfrage 29 – 2019

Wenn Du eine Urlaubsreise planst,  planst Du dann auch, was Du zum Handarbeiten mitnimmst oder verlässt Du Dich darauf, dass es am Urlaubsort auch Material für Dich gibt? Ist das, was Du tatsächlich mitnimmst immer exakt bemessen und Du bekommst fertig, was Du Dir eingepackt hast oder nimmst Du vieles auch wieder unfertig mit nach Hause?

Wenn ich mal verreise, habe ich immer Handarbeitszeug dabei. In der Regel immer viel zu viel. Dabei landet nicht nur Strickzeug in einer eigenen Reisetasche, sondern auch Häkelzeug, ein Stickprojekt, Spinnfasern, wenn ich auch das Spinnrad mitnehme. Dabei sind das nicht nur bereits angefangene Projekte, sondern auch Projekttaschen, in denen ich Material, Nadeln und Anleitungen zusammengepackt habe. Es könnte ja sein, dass ich gerade etwas machen möchte, und dann nichts dazu eingepackt habe. Das fände ich schrecklich. Meine Familie kennt das schon und verkneift sich dumme Kommentare. Ich weiß schließlich selber, dass ich immer zu viel mitnehme und habe auch nie den Ehrgeiz, alles fertig zu bekommen. Schließlich nehme ich ja auch mehrere Bücher mit, für den Fall, dass ich eines schneller durchlese, als ich gedacht habe und mir ein anderes vielleicht nicht gefällt. Natürlich kann ich nur so  großzügig packen, weil ich mit dem Auto verreise und nur in sehr seltenen Fällen eine Flugreise plane.

Wie ist das bei Euch: seid Ihr auch so verrückt?

Die verstrickte Dienstagsfrage

Die verstrickte Dienstagsfrage 28 – 2019

Heute gibt es nur eine kurze Frage: Welche Randmasche bevorzugst Du? Und warum? 

Für die Randmasche hebe ich die erste Masche jeder Reihe ab und stricke die letzte Masche. Daraus ergibt sich ein glatter Rand, bei dem die Fäden am Ende der Reihe ein V ergeben. Bislang klappte das auch recht gut und ich mag diesen ordentlichen Rand. In der letzten Zeit war ich damit aber zunehmend nicht mehr zufrieden, möglicherweise hat sich meine Strickweise verändert. Der Rand wird mir einfach zu locker und wenn ich daraus Maschen aufnehme, beispielsweise um eine Ferse zu stricken, zieht sich das auseinander und sieht irgendwie unordentlich aus. Ich hatte schon länger geplant, mich mal mit dem Thema Randmaschen auseinander zu setzen und mir eine Übersicht zu basteln – dazu kann ich dann ja vielleicht auch Eure Antworten nutzen.

Die verstrickte Dienstagsfrage

Die verstrickte Dienstagsfrage 27 – 2019

Wie strickt Ihr neue Knäuel ab – von innen oder von außen? Wickelt Ihr das ganze Knäuel vielleicht erst um, um Knoten zu entdecken, oder auf eine Kone? Kullert Euer Knäuel während des Strickens über den Boden oder habt Ihr das irgendwo verstaut?

Im Normalfall stricke ich ein Knäuel von innen ab. Das Herausfischen des Fadens aus der Mitte ist allerdings immer eine Gradwanderung, es kommt schon häufig vor, dass mir die Hälfte des Knäuels mit rausflutscht und ich dann erst einmal einen Berg Wollkotze wickeln muss. Je nachdem, wie viel das ist, wickle ich dann manchmal das Knäuel mit einem Wollwickler neu auf – und stricke dann wieder von innen ab.
Nun gibt es aber eine Reihe von Knäueln, die so gewickelt sind, dass es schwierig ist, das Fadenende im Inneren zu finden, wie z.B. bei den Zauberbällen. Die stricke ich dann tatsächlich auch von außen ab, lege das Knäuel dann aber entweder in eine Schale oder stecke es auf einen Wollabwickler. Das funktioniert recht gut, ist für mich dann aber kein Mitnahmegestrick mehr.
Auf Konen habe ich meine Wolle noch nie gewickelt, ich hätte da auch gar keine. Und um im Vorfeld schon einen Knoten zu entdecken, habe ich auch noch nie ein Knäuel umgewickelt.

Die verstrickte Dienstagsfrage

Die verstrickte Dienstagsfrage 26 – 2019

Was macht Ihr mit einem Knoten, der im Knäuel auftaucht? Strickt  Ihr einfach darüber hinweg und verstrickt Ihr ihn so, dass er auf der nicht-sichtbaren-Seite des Strickstücks verschwindet? Oder schneidet oder dröselt Ihr den Knoten auf, und vernäht die Fäden dann später?

In der Regel löse ich den Knoten und stricke, wenn das geht, mehrere Maschen mit beiden Enden des Fadens. Das hält sehr gut und fällt für gewöhnlich nicht auf – außer man strickt mit sehr dicker Wolle. Wenn das nicht geht, vernähe ich die Fäden auf der Rückseite.
Früher habe ich auch gelegentlich gnadenlos über Knoten hinweg gestrickt, aber musste dann mehrmals erleben, dass sich der Knoten dann doch löst und es ein unschönes Loch gibt. Seitdem gebe ich mir mehr Mühe, wenn es um Knoten geht.
Besonders ärgerlich finde ich übrigens, wenn das Garn einen Rapport hat und es nach dem Knoten dann mit der falschen Farbe weitergeht.

 

Die verstrickte Dienstagsfrage

Verstrickte Dienstagsfrage 25 – 2019

Kombiniert ihr Stricken mit anderen Handarbeitstechniken in einem Projekt, z.B. Gestricktes mit Genähtem, Strick-Häkel-Projekte, Gesticktes auf Gestricktem? Fällt Euch noch etwas dazu ein?

Das habe ich tatsächlich vor vielen, vielen Jahren schon einmal gemacht. Hauptsächlich habe ich da auf gehäkelten oder gestrickten Kleidungsstücken gestickt. Zu Hause liegt aber noch eine tolle Anleitung für einen Beutel, bei dem man den Boden häkelt, daran ein Stück Stoff näht und ihn am Ende mit einem gestrickten Teil beendet.
Außerdem habe ich noch Reste vom handgewebten Leinen meiner Urgroßmutter liegen. Aus dem größten Teil davon habe ich Patche für eine Decke zugeschnitten, die ich anschließend mit Häkelbordüren miteinander verbunden habe. Diese Decke bekam meine Mutter geschenkt, die sie sorgsam hütet. Die Reststücke liegen noch bei mir und ich wollte immer mal einen Schal daraus machen. Dabei sollten auch verschiedenen Handarbeitstechniken zum Einsatz kommen. Einige der Streifen wollte ich Weiß auf Weiß besticken und sie dann mit Strickbordüren oder Häkelstreifen miteinander verbinden. Leider ist das Projekt ein wenig in den Hintergrund gerutscht. Vielleicht sollte ich mal wieder mehr auf meinen Pinterest-Boards stöbern, wo ich Pins für solche Ideen gespeichert habe.