Aus dem Leben gegriffen · Gestricktes · Mitmach-Gestricksel

Freundinnen-Projekte

Mit meinen Freundinnen starte ich immer wieder gemeinsame Projekte. Wenn meine Herzensfreundin zu Besuch kommt und/oder wir gemeinsam auf einem Spinn- oder Stricktreffen sind, schauen wir, was wir gemeinsam machen können. Auch die Dritte im Bunde ist immer mal wieder dabei. Für das, was wir dann planen, gibt es keine Regeln. Mal kaufen wir alle den gleichen Strang Wolle und stricken etwas daraus, manchmal haben wir eine gemeinsame Anleitung, die wir mit Wolle aus dem Stash oder aus einem (gemeinsamen) Einkauf nacharbeiten. Gelegentlich tauschen wir Wolle und stricken für die anderen, oder wir teilen unsere Stränge oder Knäuel und lassen uns überraschen, wie jede von  uns mit diesen kleinen Knäueln eine Idee umsetzt.

In diesem Sommer haben wir zwei Ideen am Start. Beim Stricktreffen in Nordenham, auf dem wir uns zu Dritt getroffen haben, haben wir alle den gleichen Strang gekauft und stricken uns Socken daraus.
Freundinnenprojekt 1
Weil das Garn keine Muster zulässt, haben wir uns auf ganz einfache Stinos (Stinknormale Socken) geeinigt, die ich mit einem 3-1 Rippenmuster stricke. Das Garn sieht bei allen etwas anders aus, mal wildert es, mal ringelt es, mal langgezogene Ringel, mal kurze Ringel – von allem etwas und gerne auch in den einzelnen Socken. Sie gefallen uns gut – und während die anderen Beiden ihre Socken schon fertig haben, hänge ich noch am zweiten. Aber der wird während der Reise am Wochenende und bei einer stundenlangen Zugfahrt ganz sicher auch fertig.

Das zweite Projekt ist das „Island in the Sun“-Tuch von Susanne Sommer. Da stricken wir mit ganz unterschiedlichen Garnen und sehr unterschiedlichen Farben. Ich habe Wollmeisen aus meinem Bestand mit neu gekauften Garnen ergänzt. So richtig sicher bin ich noch nicht, ob die ergänzten Farben so gut sind oder ob eine andere Farbwahl nicht besser gewesen wäre. Aber das entscheide ich erst, wenn ich noch ein Stück weiter bin. Der Anfang gefällt mir auf jeden Fall schon mal richtig gut.
Freundinnenprojekt 2
Diese gemeinsamen Strickaktionen gefallen mir sehr gut und animieren mich, auch mal etwas fertig zu machen. Wobei hier durchaus in den vergangenen Wochen etliches fertig geworden ist. Wie immer bei mir hakt es nun entweder am Spannen des fertigen Strickstücks oder an den Fotos. Ihr wisst ja: irgendwas ist immer und um eine Ausrede bin ich  nicht verlegen.

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Auf den Nadeln · Gestricktes

Baker’s Twine

Topflappen? Topflappen! Braucht man die eigentlich noch? Ja, offensichtlich.

Seit ein paar Wochen geistern die Topflappen Baker’s Twine durch die sozialen Medien und entwickeln ein unglaubliches Suchtpotential. Ich gebe zu, dass ich zu Anfang niemals gedacht hätte, dass sich das so entwickelt, weil eigentlich doch jeder genügend Topflappen zu Hause hat. Aber durch die geniale Aufhängung sehen sie eben sehr pfiffig aus und das weckt einfach Begehrlichkeiten. Trotzdem plante ich nicht, sie zu stricken.

Bakers Twine 1

Dann aber sah eine Kollegin, die zwar viel näht, aber nicht stricken kann, diese Topflappen im Netz und bat mich, ihr welche zu stricken. Also Anleitung gekauft und losgestrickt. Die Baumwollgarn-Kiste ist sehr gut gefüllt und es war nicht nötig, etwas  Neues zu kaufen, was ja zur Abwechslung auch mal ganz gut ist. Gestrickt sind die Topflappen ziemlich schnell und so konnte ich sie schon nach ein paar Tagen an die Kollegin weitergeben. Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie das Kreise zog, und als ich ihr Büro verließ, um in mein eigenes zurück zu kehren, hatte ich zwei neue Aufträge für Topflappen kassiert.
Mein drittes Topflappen-Paar strickte ich folgerichtig dann beim UFO-Stricken und schnell hatten sich auch die Strickfreundinnen mit dem Virus infiziert. Nun nadeln wir alle um die Wette an den Baker’s Twine Topflappen und sind überrascht, wer auf einmal neue Topflappen braucht.

Bakers Twine 2

Mein Baumwollvorrat ist immer noch sehr gut gefüllt und ich finde, dass das eine gute Gelegenheit ist, davon einiges zu verstricken und gleichzeitig schon mal an die Produktion von Weihnachtsgeschenken zu denken. Endlich mal rechtzeitig, nicht wieder erst Anfang Dezember, weil Weihnachten ja immer so plötzlich kommt. So werde ich ganz sicher noch einige Topflappen-Paare stricken und eine weitere Idee dazu umsetzen, die mir passend dazu in den Kopf gekommen ist.

Manchmal kann einen sogar die Strickwelt noch so richtig überraschen.

Aus dem Leben gegriffen · Gestricktes

Zugsocking nach Lüneburg

Am vergangenen Samstag habe ich mit einigen Strickfreundinnen ein Zugsocking nach Lüneburg gemacht. Einfach so, weil wir Lust darauf hatten.

Zugsocking heißt: man verabredet sich, einen bestimmten Ort innerhalb des Bundeslandes zu besuchen, meistens, aber nicht immer, um dort einen vielversprechenden Woll-Laden aufzusuchen und sich dort umzuschauen. Dazu besorgt man sich ein entsprechendes Länderticket von der Bahn – weil es so schön günstig ist -, sucht sich eine passende Zugverbindung und macht sich am geplanten Reise-Tag auf den Weg. Mit Schwierigkeiten bei der Reise ist dann fast gesetzmäßig zu rechnen, das macht aber nichts, denn: der Weg ist das Ziel. Unterwegs wird gestrickt und geredet, gelacht, getrunken, genascht und was immer man noch so machen möchte auf einer kleinen Reise. Am Ort angekommen, besucht man das Geschäft, kauft ein (oder auch nicht), schaut sich in der Stadt ein wenig um, geht Kaffee trinken oder Mittagessen (optional) und zu gegebener Zeit macht man sich dann wieder auf den Heimweg. Auch hier sollte man sich von den  Unwägbarkeiten einer solchen Zugreise nicht die Stimmung verderben lassen. Es ist übrigens hilfreich, sich in dem Geschäft vorher anzukündigen, damit die Mitarbeiterinnen vor Ort ihren Ablauf ein wenig umplanen können. Je mehr Strickreisende unterwegs sind, desto wichtiger ist die Absprache vor Ort.

Wir sind also nach Lüneburg gefahren. Zur Auswahl  hatte ich insgesamt vier Reiseziele gestellt und wir haben uns die kleine Stadt am Rand der Lüneburger Heide ausgesucht. Die meisten von uns waren vorher noch nie dort und ich denke, wir haben uns alle in dieses Kleinod verliebt. Die Hansestadt Lüneburg ist eine sehr alte Stadt und vor allem für ihre Salzvorkommen bekannt. Viele alte Häuser sind noch erhalten und wenn man möchte, kann  man eine historische Stadtführung in einer Kutsche buchen. Es gibt auch spezielle Führungen für Freunde der ARD-Daily-Soap „Rote Rosen“, die in Lüneburg spielt und offensichtlich viele Fans hat. (Ich gebe zu, ich sah noch keine Folge dieser Serie, was natürlich vor allem daran liegt, dass ich um die Zeit noch längst nicht von der Arbeit zurück bin – verpasse ich da sehr viel?) Durch die Stadt fließt der kleine Fluss Ilmenau, an dessen Ufer es eine ganze Reihe ganz unterschiedlicher Lokale gibt.

Lüneburg 1

Unser Reiseziel vor Ort war der Woll-Laden Stricxs, am Rande der Lüneburger Innenstadt. Wir fanden einen ziemlich großen Woll-Laden, der im vorderen Bereich eine große Sitzecke hat, und im hinteren Bereich verschiedene bekannte Woll-Marken anbietet. Die Inhaberin des Ladens freute sich sichtlich über unseren Besuch und ließ das Geschäft für uns auch ein wenig länger geöffnet, so dass wir in Ruhe schauen konnten. Die Auswahl war groß, lediglich so ganz gängige Angebote, z.B. an einfarbiger Sockenwolle fehlten uns ein wenig. Dafür gab es Ito-Garne, Rowan, Sandnes und einige andere Marken  mehr. Die Präsentation war übersichtlich und nicht so vollgestopft und überall im Laden fanden sich Anregungen für sehr unterschiedliche Strickideen. Im Bereich der Sitzecke kann man in Ruhe einen Kaffee trinken und dort treffen sich auch mehrmals in der Woche Strickgruppen.

Wir hatten einen wirklich tollen, gemeinsamen Tag und haben viel gelacht und Spaß gehabt. Das Wetter hat super mitgespielt und wo es überall anders geregnet hat, schien in Lüneburg die Sonne. Erst am Nachmittag zog es sich zu, geregnet hat es dann aber erst, als wir schon mit dem Zug kurz vor Bremen waren. Wir sind uns sicher, dass wir nun wieder öfter solche gemeinsamen Ausflüge unternehmen werden und haben schon einige Ziele ins Auge gefasst.

Gestricktes · Mitmach-Gestricksel

Fröhliche Frühlingssocken

Vor ein paar Tagen war Frühlingsanfang und ich denke, das ist die richtige Zeit für eine lustige Sockenidee. Gut wäre dafür, wenn Ihr schon Socken stricken könntet, weil ich keine Erklärungen für Bündchen, Ferse und Spitze anbiete, sondern lediglich eine Idee.

Ihr braucht:

Sockenwolle: 1 Grundfarbe und entweder bunte Reste, einfarbige Reste oder Farbverlaufsreste (die habe ich verwendet) oder einfach Farben, die Ihr mit dem Frühling verbindet

Außerdem: Nadeln natürlich, welche auch immer ihr zum Sockenstricken verwendet, Nadelspiel, Rundnadeln, Crasy Trios
Zubehör, dass Ihr sowieso zum Sockenstricken braucht, vielleicht Maschenmarkierer, Zopfnadeln, Hörbücher, Netflix, Kaffee,  Tee, Kekse, Schokolade – was auch immer Euch glücklich macht
Nadel zum Vernähen der Fäden, Maßband, Schere zum Abschneiden der Fäden

Und: 2 Würfel. Oder eine Würfel-App auf dem Handy, geht auch. Wenn Ihr nur einen Würfel findet, ist das auch kein Problem. Dazu dann später noch mehr.

Würfel

Und so wird gestrickt: Bündchen, Ferse und Spitze werden in der Grundfarbe gestrickt.
Schlagt die gewünschte Maschenzahl an (hier gibt es Hilfe dazu, wenn Euch noch die Erfahrung fehlt) und strickt das Bündchen so, wie es Euch gefällt.
Jetzt kommt die Farbe ins Spiel. Und 1 Würfel. Würfelt ein Mal mit einem Würfel. Die gewürfelte Zahl ergibt die Anzahl der Runden, die Ihr mit Eurer Farbe oder Eurem Rest strickt. Dann strickt Ihr zwei Runden in der Grundfarbe und dann wird wieder gewürfelt: mit einem Würfel ein Mal. Dann wieder zwei Runden in der Grundfarbe. So strickt Ihr immer weiter, bis der Schaft die richtige Länge hat. (Wenn Ihr kein Handy und keinen Würfel zur Hand habt, einfach den nächstbesten Menschen nach einer Zahl zwischen 1 und 6 fragen – die Leute gucken erstaunt, sagen aber in der Regel trotzdem eine Zahl und sind sehr amüsiert, wenn man  ihnen dann erklärt, wozu man das braucht.)
Beendet den Schaft mit einer Runde in der Grundfarbe, strickt dann die Ferse und beginnt den Fußteil wieder mit einer Runde in der Grundfarbe. Dann geht das Würfeln und Stricken weiter, bis der Fuß fertig ist. Die Spitze wird wieder in der Grundfarbe gestrickt. Sieht klasse aus, oder?

socken-1.jpg

Beim zweiten Socken ist fast alles gleich, aber: es wird mit zwei Würfeln die Anzahl der farbigen Runden ermittelt. Entweder werden beide Würfel gemeinsam geworfen oder mit einem Würfel zwei Mal und dann zusammen gezählt. Zwischen den farbigen Runden sind dann wieder jeweils zwei Runden in der Grundfarbe. Dadurch werden die farbigen Runden breiter und die Socken sehen sehr unterschiedlich aus. Wenn Ihr das nicht mögt, ist es natürlich kein Problem, wenn Ihr beide Socken gleich strickt.

Socken 2

Als Variation hatte ich noch überlegt, ob ich auch die Runden der Grundfarbe auswürfele und habe das auch ausprobiert. Da hatte ich aber dann das Gefühl, dass zu viel Grundfarbe ins Spiel kommt und habe dann (noch) nicht weitergestrickt. Was meint Ihr?

Frühlingssocken1

Wie auch immer Ihr Euch entscheidet, ich hoffe, Ihr habt ein wenig Spaß an dieser Art des Sockenstrickens. Natürlich kann man die Grundfarben weglassen und einfach die gewürfelte Rundenzahl mit Resten stricken, das wären dann einfache Würfelsocken. Auf jeden Fall habt Ihr am Ende ein wirkliches Unikat.

Wenn Ihr Fotos Eurer Socken auf Instagram zeigt, nehmt doch den Hashtag #fröhlichefrühlingssocken2019 , dann kann ich mir Eure Bilder anzeigen lassen.

Aus dem Leben gegriffen · Gestricktes

Strickreisende

Nun bin ich wieder zurück von einem sehr schönen und entspannten Besuch bei der Herzensfreundin in Würzburg und vom Spinntreffen am Bodensee am vergangenen Wochenende. Es war schön, liebe Strickfreundinnen und -freunde nach längerer Pause mal wieder zu sehen und eine Runde zu klönen. Da ich mit dem Zug unterwegs war, musste das Spinnrad leider zu Hause bleiben und ich habe es sehr vermisst, nun aber sicher wieder die Motivation, mich daran zu setzen. Wie immer bei solchen Treffen wurden ein paar Strickviren gestreut, so habe ich endlich mal angefangen Happy Scrappy Socks zu stricken und bin von dem Ergebnis schwer begeistert. Es ist immer toll, wenn man gefühlt mit den Gesprächen wieder anfängt, wo man Monate zuvor aufgehört hat und man nie das Gefühl hat, zu fremdeln und mit den Menschen dort wieder warm werden zu müssen. Einige, die ich dort traf, kenne ich schon deutlich länger als 10 Jahre, verfolge ihre Geschichten teilweise nur über das Internet, es fanden sich aber trotzdem sofort Berührungspunkte. Ich mag das.
Spinntreffen 2
Dieses Jahr fuhr ich  mit der Freundin auch noch bei Tutto in Hechingen vorbei, auch dort bin ich sehr viele Jahre nicht gewesen – ist halt nicht gerade um die Ecke, von Bremen aus gesehen und durch meine Krankengeschichte bin ich ohnehin auch nicht mehr so viel rumgekommen in den vergangenen Jahren. Ich musste mich dort ziemlich bremsen, um nicht in einen Kaufrausch zu fallen, solch eine Auswahl an schönen Garnen gibt es hier in Bremen fast nirgendwo. Nach dem Treffen stand dann auch noch ein Besuch bei Schoppel auf dem Plan und so bin ich mit einer ganzen Mengen neuer Ideen und neuer Wolle wieder heimgefahren.
Die beste Nachricht war aber, dass die von den Bremer Ärzten angeratene Operation, von den Klinik-Ärzten in Würzburg abgelehnt wurde. Aus sehr verständlichen Gründen und sehr zu meiner Erleichterung. Lag mir das doch wirklich schwer im Magen. Nun werde ich zwar weiterhin unrund laufen und humpeln, aber das ist halt so und ich kann damit besser leben, als mit der Aussicht auf eine weitere Operation in den nächsten Wochen. So bin ich dann beruhigt und von einem schönen Wochenende erfüllt wieder nach Hause gefahren. Strickend natürlich. Und mit Vorfreude im Herzen auf das nächste Treffen, dass dieses Mal ganz in meiner Nähe stattfinden wird und bei dem ich viele vom Bodensee wiedersehen und zusätzlich noch viele andere Mit-Verrückte treffen werde, die jetzt nicht dabei waren.
Stricktreffen 3

Gestricktes

Das Kitchener Stitch Schlamassel

Kennt Ihr das auch: eine Technik, die Ihr schon mehrmals benutzt habt und trotzdem jedes Mal wieder nachsehen müsst, wie es funktioniert und die jedes Mal wieder eine Herausforderung darstellt? Bei mir ist das der Kitchener Stitch. Jedes Mal wieder suche ich Anleitungen, Bilder, Fotos, am Ende dann Videos und halte trotzdem das Strickzeug in der Hand, als hätte ich das noch nie gemacht.
So geht es mir gerade mit einem  UFO. Eigentlich ist das schon seit drei Wochen fertig gestrickt. Aber um aus dem etwas zu kurzen Strickschlauch, einen super passenden Cowl zu machen, müsste ich Maschenanschlag und und das Ende mit dem Maschenstich verbinden. Und ich kriege das einfach nicht hin. Wie jedes Mal, wenn der Kitchener Stitch ins Spiel kommt. Mag sein, dass es im Moment auch mit daran liegt, dass ich ziemlich unruhig bin (der Gesamtsituation geschuldet) und dadurch ziemlich unkonzentriert. Aber es ärgert mich einfach und ich fühle mich doof und unzulänglich. Was völliger Blödsinn und vermutlich unnötig ist, ich bin schließlich ein Mensch und keine Maschine und alles andere als perfekt, nur zur Zeit leider ziemlich dünnhäutig.

Am Wochenende werde ich mir mal irgendeinen Ommm-Tee machen, tief Luft holen und es dann noch einmal probieren. Wenn es wieder nicht klappt, besorge ich mir weitere Wolle und stricke noch so viel an, dass es für einen Schal reicht. So. Basta.
Ihr werdet dann sehen, wie die Geschichte ausgegangen ist.

Auf den Nadeln · Gestricktes

Auf den Nadeln: Januar 2019

Der Plan für den Jahresanfang ist, erst einmal viele UFOs fertig zu machen, um ruhigen Gewissens wieder etwas Neues starten zu können. Das funktioniert natürlich nicht, das ist mir aber relativ egal.

Auf den  Nadeln im Januar habe ich trotzdem ein UFO, ein ziemliches altes sogar, das eigentlich noch im vergangenen Jahr fertig werden sollte. Aber das war dann doch etwas kurzsichtig geplant und so ist es mit in den Januar gewandert.
auf den nadeln 2 jan 2019Das ist ein Allin-Wrap, ein Muster von Wollwerk. Man kann den Schal super mit vielen Resten stricken und er frisst tatsächlich eine Menge Garn. Aber, ganz im Vertrauen gesagt, er ist langweilig zu stricken. Das Projekt zieht sich für mich wie Kaugummi und ich habe das Gefühl, ich stricke und stricke und stricke und komme nicht voran. Mehrmals habe ich darüber nachgedacht, es zu ribbeln, spätestens als ich gemerkt habe, dass es in der Originalversion für mich nicht groß genug wird und ich überlegen musste, wie ich es vergrößern könnte. Es fand sich schließlich eine Lösung, aber mein Lieblingsschal wird es sicher nicht.

auf den nadeln 1 jan 2018Silvester habe ich mir dann kurzfristig überlegt, noch ein neues Projekt anzunadeln und startete mit dem Wishes-do-come-true ins neue Jahr. Wünsche, die wahr werden, sind doch ein tolles Projekt für ein beginnendes Jahr und ich finde das passt gut zu den Statement-Socken. Garn fand sich reichlich im Vorrat und es strickt sich schön, und wenn man erst einmal verstanden hat, wie es funktioniert, ist es auch ganz einfach. Ein wirkliches Spaß-Projekt.

Was der Januar ansonsten stricktechnisch noch bringt, wird sich zeigen. Mir ist da ein Muster ins Auge gefallen, ich glaube, das muss zwingend noch auf die Nadeln. Und das eine oder andere UFO schafft es vielleicht auch zurück in den Strickkorb.

Was strickt Ihr denn im Januar?

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Linkparty bei Maschenfein teil.